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  • Andrea Stadler

Gekommen, um zu reifen — daheim im Universum, zu Gast auf Erden

Ich liebe meine menschliche Erfahrung. Ich liebe, was ich hier geniessen darf, was ich zu sehen bekomme, die breite Palette an Erlebenswelten, in die ich hier ganz nach meinem Geschmack und mit Vorliebe bewusst eintauche. Der Spielplatz ist grenzenlos, die Möglichkeiten sind unendlich. Wie wähle ich die nächste Destination? Und was braucht es, damit ich bleibe?


Heimat ist da, wo Begrenzung nicht ist


Heimat, was bedeutet das? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mit dem Ort, wo ich aufgewachsen bin, je etwas Spezielles verbunden habe. Es geht weder mein Herz auf, wenn ich dort vorbeikomme, noch erreicht mich ein Gefühl der Entspannung oder etwas dergleichen. Vielmehr tauchen Erinnerungen auf und die ziehen Emotionen aus der Tiefe an die Oberfläche. Aber das ist Vergangenheit. Es fühlt sich an, wie Episoden aus einem anderen Leben. Wenn ich aus dem Ausland in die Schweiz zurückkehre, dann spüre ich, dass Vertrautheit sich ausdehnt. Hier weiss ich, wie es läuft — glaube ich zumindest. Ich weiss, wo ich was bekomme und bin mit den jeweiligen Bedingungen vertraut. Ich verstehe jedes Wort — ausser jenen, für die ich zu alt bin, oder zu jung. Ich kann hier kulturell zwischen den Zeilen lesen, aber mich deswegen zu Hause fühlen? Nein.



Zu Hause ist, wo sein alles ist, wo alles eins und eins alles ist


Zu Hause ist nicht hier. Zu Hause ist da, wo es schwerelos ist. Da, wo Sein alles ist. Zu Hause ist, wo Definitionen und Limitationen nicht sind. Zu Hause ist, wo Frieden herrscht. Ein Frieden, der alles ausfüllt. Glückseligkeit. Punkt. Zu Hause gibt es keine Fragen, auch keine Ziele. Sein ist alles.

Ich bin gerne zu Hause, sehr gerne sogar und es ist mir nicht immer leicht gefallen, weg zu sein von daheim. Wozu weg sein, wenn daheim sein doch alles ist? Lange Zeit war das Heimweh grösser, als der Wunsch, hier zu sein und so bin ich immer wieder „gegangen“.


Begreifen, dass man das Zuhause verlassen muss, um zu wachsen und wissen, dass Zuhause immer sein wird


Ich bin jetzt hier, hier in diesem menschlichen Körper und hier in dieser materialisierten Welt und das nicht ohne Grund. Ich bin hier, habe Ja gesagt dazu und genau das rufe ich mir täglich in Erinnerung. Jetzt soll ich hier sein, nicht zu Hause. Zu Hause wird immer sein und auch wenn weitere Stationen auf meine Seele warten sollten, ich weiss, die Zeit wird kommen, da darf ich nach Hause kehren.


Stationen, die mich finden und solche, die ich wähle


Bisher bin ich stets dort hin, wo mich eine Attraktivität gerufen hat. Attraktiv ist das, was resoniert. Da ist etwas, was erforscht und erkundet, erlebt und erfahren werden will. Es gibt etwas zu lernen oder einfach zu erleben. Ein Ruf erreicht mich dann, wenn ich empfänglich bin. Mich hat sehr vieles gerufen, denn ich hatte sehr vieles zu lernen. Dem Ruf aus dem Süden Italiens gefolgt zu sein, hat mich beschenkt mit einer für mich neuen und wunderschönen Erfahrung — das Gefühl, mich an einem Ort auf dieser Welt zu Hause zu fühlen. Was für ein Geschenk! Seit ich Italien nicht ganz freiwillig, aber dennoch vertrauensvoll verlassen habe, ist es still geworden um mich herum. Es ruft nichts. Nicht weil ich nichts mehr zu lernen habe, sondern viel mehr, weil gelerntes umgesetzt werden will und weil jetzt nicht die Zeit für ein Leben in einer Wunschdestination ist.

Ich weiss genau, wie ich leben will, was die äussere Form betrifft, aber ich weiss auch, dass jetzt nicht die Zeit dazu ist.

Die Welt sortiert sich aktuell energetisch neu, was in grobstofflicher Form wohl jeder langsam aber sicher zu erkennen beginnt. Das geht nicht von heute auf morgen, aber der Sturm wird sich wieder legen und dann werden wieder Winde wehen, leichte Brisen uns beschwingen und durchaus auch einmal so etwas, wie Windstille herrschen. Aber nicht jetzt, jetzt stürmt es gewaltig und mir scheint, Wellen zu reiten unter solchen Bedingungen doch etwas zu potenziell halsbrecherisch, ich wittere einen zu grossen Energieverlust und das spare ich mir.


So gilt für mich jetzt, am Ufer zu bleiben, mich auf das Wesentlichste zu reduzieren, ausgerichtet auf meine Vision meine Aufgaben zu erledigen und meine nächste Zwischenstation anhand folgender Kriterien zu wählen:



Ich kann Ruhe tanken.

Die Natur ist spürbar.

Ich bin von lichtvollen Energien umgeben.

Meine Energie ist willkommen.

Wasser ist nah.

Fokus halten fällt leicht.




Welch ein Geschenk, auf der Erde zu Gast zu sein, welch eine Herzensfreude, hier spielen zu dürfen!